Schweißaufsichtspersonen

Schweißaufsichtspersonen allgemein

Eine anforderungsgerechte und zuverlässige Schweißverbindungen ist das Ergebnis von einer Vielzahl von komplexen Prozessen von der Planung, über die Konstruktion bis zur Ausführung und ist am Ende nur eingeschränkt auf die Erfüllung aller relevanten Merkmalsausprägungen überprüfbar. Damit wird das Schweißen als „spezielles Verfahren“ qualifiziert und erfordert, je nach Komplexität und Verwendung des geschweißten Produkts, systemische Vorgangsweisen und Koordinationen in und über alle maßgebenden Prozesse.

Zwischenzeitlich gibt es bestimmende internationale Normen (u.a. EN ISO 3834, EN 1090, EN ISO 14731), die Anforderungen an die Qualitätssicherung für Schweißprozesse sowie an das involvierte Personal, insbesondere zur Koordination und Überwachung der Prozesse, definieren.

Letztendlich sind Unternehmen die Schweißprozesse ausführen angehalten über kompetentes Personal zur Koordination, gesamthaft gesehen zur „Überwachung“, der Prozesse zu verfügen bzw. dieses einzusetzen. Damit wird das Berufsbild oder die Funktion „Schweißaufsichtsperson“ definiert.

„Personen die kompetent (über die Fähigkeiten und das Wissen verfügen) und letztendlich verantwortlich sind die Koordination und die Überwachung von Herstellungsprozessen für alle schweißtechnischen und mit dem Schweißen verbundene Tätigkeiten anforderungsgerecht wahrzunehmen“.

Letztendlich soll jedoch nicht nur auf normative Anforderungen zum Einsatz von Schweißaufsichtspersonen verwiesen bzw. auf diese Rücksicht genommen werden.
Schweißprozesse haben einen bestimmenden Einfluss auf Herstellungskosten und die Qualität und Zuverlässigkeit sowie auf allfällige Haftungsfragen bei mangelhaften Ausführungen. Demzufolge liegt es vorrangig im Eigeninteresse eines Unternehmens Schweißprozesse anforderungsgerecht, möglichst effektiv und effizient auszuführen und dafür eine kompetente Schweißaufsichtsperson zwecks Sicherstellung einzusetzen.

Schweißaufsichtspersonal ist je nach Art und Komplexität der Fertigung und nach Maßgabe der Verwendung der geschweißten Produkte in Gruppen unterteilt, wobei die Strukturen und die Regulative des IIW und des EWF Verwendung finden.

Schweißaufsichtspersonen

Internationale / Europäische Bezeichnung

Wissen

Aufgaben und Verantwortung

IWS / EWS

International / Europaen Welding Specialist

technische Basiskenntnisse

eingeschränkter Bereich einfacher Konstruktionen

IWT / EWT

International / Europaen Welding Technologist

spezielle technische Kenntnisse

für ausgewählte oder eingeschränkte Bereiche

IWE / EWE

International / Europaen Welding Engineer

 

umfassende technische Kenntnisse

unbeschränkt

Anmerkung: Zur Erreichung der angeführten Funktionen sind grundlegende Qualifikationen vor einer Ausbildung erforderlich (siehe Zugangsvoraussetzung je Funktionsbild)

 

Die SZA bietet entsprechende und international anerkannte Lehrgänge nach den Richtlinien des IIW und EWF an. Dabei wird unterschieden in

  • Classroom-Lehrgänge: Lehrgänge mit 90% Anwesenheitspflicht, oder
  • Blended-Learning Lehrgänge: Kombination aus Fernlehrgang und reduzierter Anwesenheitspflicht (siehe Modul „Blended Learning“

AbsolventInnen der Lehrgänge für Schweißaufsichtspersonen erhalten ein international anerkanntes Diplom mit unbegrenzter Gültigkeit.

Die SZA ist Gründungsmitglied beim EWF (Europaen Federation for Welding, Joining and Cutting) und beim IIW (International Institute of Welding) und wirkt seither bei der laufenden Aktualisierung von Ausbildungs- und Qualifizierungsrichtlinien für Schweißaufsichtspersonen auf internationaler Ebene mit.