Kunststoffschweißen

Kunststoffschweißen allgemein

Im Bereich des Rohrleitungsbaus und der Installationstechnik für die Medien Wasser und Gas kommen zunehmend Kunststoffrohre in allen Größenordnungen zum Einsatz. Diese können neben Klemmen, Pressen oder Kleben auch durch Schweißen miteinander verbunden werden. Eine Schweißverbindung im Kunststoffbereich kommt ohne Zusatz von Verbindungshilfsmitteln, wie man sie z.B. beim Kleben benötigt, aus und ist damit eine homogene artgleiche Verbindung. Sofern anforderungsgerechte Materialien eingesetzt und in richtigen Prozessen durch kompetentes und qualifiziertes Personal verarbeitet werden ist die Schweißung von Kunststoffen eine sehr sichere Herstellungsmethode.
Zum Schweißen geeignet sind nur Thermoplaste wie z.B. Polybuten (PB), Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) und Polyvinylchlorid (PVC), die sich in einem bestimmten Temperaturbereich (thermo-plastisch) wiederkehrend verformen lassen.

Die fachgerechte Schweißung und Verlegung von Rohrleitungen aus Kunststoff für die Einsatzbereiche Wasser und/oder Gas ist eine sicherheitsrelevanter Themenkreis und obliegt einer kompetenten Person mit der Qualifikation „KunststoffrohrlegerIn“. Die Anforderungen an diese Qualifikation sind in der Richtlinie G 0322 / W106 der Österreichischen Vereinigung für Gas- und Wasserfach (ÖVGW) geregelt und seit vielen Jahren in Anwendung. Die SZA ist seitens ÖVGW als Ausbildungs- und Prüfungsstelle zugelassen.

Personen die im Rohrleitungsbau oder in der Installationstechnik tätig sind können diese Ausbildung nach der angeführten Richtlinie in der SZA absolvieren und die nachgewiesene Qualifikation und somit die Berechtigung zur Schweißung und Verlegung von Kunststoffrohren für Wasser und/oder Gas mittels Prüfung erreichen (Erstqualifikation).
In weiterer Folge können die erforderlichen periodischen Re-Qualifizierungen (Verlängerungsprüfungen nach 3 Jahren) ebenso in der SZA durchgeführt werden.